2017: Vorlauf

Das GISAlab ist derzeit noch in einem Pausenmodus. Doch die Konzeptarbeit für 2017 läuft bereits. Der verminderte Betrieb hat eine Hauptursache in den aktuellen beruflichen Schwerpunkten von Laborleiterin Mirjana Peitler-Selakov, die derzeit in der Chipentwicklung von Renesas Eletronics in Düsseldorf tätig ist.

Mirjana Peitler-Selakov

Mirjana Peitler-Selakov

Dennoch wird das Labor weitergeführt. Ein wichtiger Vorbote für die 2017er Arbeit war übrigens jene Zusammenkunft im Schloß Freiberg, in der die Frage nach „Funktionaler Sicherheit in der Kunst“ zur Debatte stand, also die Anwendung von Modi aus der Technik auf die Kunst.

Die Runde bestand – neben Peitler-Selakov – aus Mark Blaschitz (Architekt), Martin Krusche (Künstler), Niki Passath (Künstler), Ewald Ulrich (Techniker) und Sebastian Ulrich (Chemiker): [link]

Hierbei geht es unter anderem um das Überprüfen erschiedener Denkweisen und darum, wie ein Genre davon profitieren kann, Verfahrensweisen aus einem anderen Genre zu beziehen. Das hat aber auch einen Bezug zu Buckminster Fuller.

Als Peitler-Selakov leitende Kuratorium des MedienKunstLabor im Grazer Kunsthaus war, zeigte sie unter anderem den „Quantum Tunnel“ von Victoria Vesna. Damals war zu notieren, was uns auch heute als Denkanstoß nützt:

„Vesna lehrt an der UCLA und arbeitet seit Jahren an der Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Sie beruft sich dabei auf Buckminster Fuller, der schon in den 1930er-Jahren die Auffassung äußerste: ‚Je fortgeschrittener Wissenschaft ist, desto näher kommt sie der Kunst. Je fortgeschrittener Kunst ist, desto näher kommt sie der Wissenschaft.’…” [Quelle]

Der Bau des "Quantum Tunnel" von Victoria Vesna

Der Bau des “Quantum Tunnel” von Victoria Vesna

In meiner Korrespondenz mit Vesna kam dann noch eine weitere Überlegung von Buckminster Fuller zur Sprache, betreffend eine „Integrität als Ästhetik des kommenden Jahrhunderts“. Da hab ich bei Vesna noch nachgefragt und sie antwortete:

>>Below is the quote that you understood right. Best from Gdansk, V ………….
“The great aesthetic which will inaugurate the twenty-first century will be the utterly invisible quality of intellectual integrity; the integrity of the individual dealing with his scientific discoveries; the integrity of the individual in dealing with conceptual realization of comprehensive interrelatedness of all events; the integrity of the individual dealing with the only experimentally arrived at information regarding invisible phenomena; and finally integrity of all those who formulate invisibly within their respective minds and invisibly with the only mathematically dimensionable, advanced technologies, on the behalf of their fellow men”. Fuller, 1973<< [Quelle]

In diesen Teilthemen liegt auch ein Querverweis auf das heurige Kunstsymposion mit dem Titel “Koexistenz 2017″, zz dem Petler-Selakov einen Beitrag vorbereitet: [link]