Covid 19

Warum der Veranstaltungsbetrieb nun auf Null geschaltet wurde? Warum der Kulturbetrieb durch eine Vollbremsung schwer erschüttert wird und Kunst- wie Kulturschaffende dadurch harte ökonomische Konsequenzen zu tragen haben?

covid01Ob es uns schmeckt oder nicht, es gibt für diese Notbremsung sehr gute Gründe. Für das Protokoll, denn in ein, zwei Jahren ist vielleicht nicht mehr geläufig, weshalb heuer, 2020, plötzlich alles drunter und drüber ging: es ist eine Pandemie.

Das ereignet sich bei uns zum Glück nicht wie in einem Horrorfilm. Im Gegenteil! Wer es schafft, aus einer Flut von alarmistischen Wichtigtuer-Nachrichten und zwischen allerhand unnötigem Geschrei die paar nützlichen Sachinformationen herauszufischen, erfährt so: man kann sich sehr gut schützen.

Aber es geht nicht nur darum, sich das Virus vom Leib zu halten, man soll es auch nicht verbreiten und an andere weitergeben. Klar? Na, leider nicht allen…

Diese Viren können sich nicht aus eigener Kraft bewegen, um auf Wanderschaft zu gehen. Das heißt, die aktuelle Pandemie wird von Menschen verursacht, die das Virus weitergeben. Dann muß es aber auch noch in den Körper eines Wirtes gelangen, um dort in eine Zelle einzudringen. Auch das wird von Menschen befördert, denn es sind nicht Wind und Regen, die uns derzeit diese Plage aufbürden.

Um nun derlei Prozesse möglichst schnell zu bremsen, hat die Behörde Maßnahmen erlassen, durch welche reale physische Kontakte von Menschen in Österreich umgehend und drastisch reduziert werden sollen.

Wir sind dringend aufgefordert, das mitzutragen, um Exponentialsprünge der Verbreitung zu unterbinden. So sollen Professionals dringend benötigte Zeit gewinnen, um die Pandemie wirksam zu bekämpfen und erkrankten Menschen zu helfen.

Damit das gelingt, darf etwa das medizinische Personal nicht durch einen Ansturm nervöser oder kranker Menschen überfordert und erschöpft werden. Gute Gründe, keine Veranstaltungen über die Bühne zu bringen.

Das Kulturjahr Graz 2020 bekommt dadurch eine eigentümliche Kontur. Hauptveranstalter, Politik und Verwaltung haben entsprechend reagiert. Das Kulturjahr wird in seinem öffentlichen Teil heruntergefahren.

Wir haben die Aufgabe, nun adäquat zu reagieren, allenfalls die Konzepte anzupassen und mit den verfügbaren Ressourcen eine sinnvolle Adaption zu schaffen. Das ist nicht bequem, aber es ist eine interessante Aufgabe.

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by the 2019 Novel Coronavirus (2019-nCoV)

This illustration, created at the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), reveals ultrastructural morphology exhibited by the 2019 Novel Coronavirus (2019-nCoV)