Quarantine Sessions

Projektleiterin Mirjana Peitler-Selakov schrieb mir heute: „Hab gerade ein super Gespräch mit Niki gehabt!“ Das meint Künstler Niki Passath, der auch in diesem Pandemiejahr 2020 gezeigt hat, daß er auf kontinuierliches Arbeiten nicht verzichtet.

(Foto: Niki Passath)

(Foto: Niki Passath)

Wir haben mit Passath schon in mehreren Projekten zusammengearbeitet und wissen uns bei ihm gut aufgehoben, wo komplexes Wissen und ein geselliger Umgang mit Menschen, speziell mit Kindern, zusammenfinden sollen. Für ihn bleibt Vermittlung ein wichtiger Teil seiner Arbeit.

Während die vorige Notiz über „Sphere4“, das aktuelle Projekt von Tanja Vujinovic, sich auf Vorgänge bezieht, die sich in den Maschinen und in virtuellen Welten ereignen, geht Passath auf eine Kontrastposition. Er untersucht das Schaffens-Potential konkreter Maschinen.

(Foto: Niki Passath)

(Foto: Niki Passath)

Die konkrete Maschine bildet ihre Funktion in ihrer Bauweise ab. Man sieht ihr an, was sie tut. Dagegen wird der Computer – als abstrakte Maschine – erst durch eine bestimmte Software zu einem bestimmten Ensemble von Funktionen.

Passaths Apparate sind also nicht EDV-gesteuert, sondern ihre Konstruktion ist der Algorithmus. Doch dieser physische Aspekt der Maschinen beruht auch auf Toleranzen, auf Störungen, auf überraschenden Effekten.

Da wird dann sichtbar, wozu Passath und seine Apparate im Wechselspiel fähig sind. Er versteht seine Apparate nämlich als „erweiterte Instrumente“, die er spielt. (Passath kommt von der Musik, vom Cello.) Das hat inzwischen erstaunliche ästhetische Qualitäten.

+) Niki Passath bei Lukas Feichtner
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