Ringen um Kontinuität

In der Kulturarbeit zählt es zu den schmerzlichsten Momenten, wenn man ein Vorhaben absagen muß, ohne daß man im eigenen Tun dafür einen Grund generiert hat. (Zwang von außen.) Sie kennen alle die aktuellen Zusammenhänge und Unwägbarkeiten.

Projektleiterin Mirjana Peitler-Selakov

Projektleiterin Mirjana Peitler-Selakov

Es ist frustrierend, wenn man zusieht, wie knappe Ressourcen zum Teil verbraucht werden müssen, um geleistete Arbeit in Nichts aufzulösen. So das Wesen einer Absage. Jedoch! Das sind eben Aspekte einer aktuellen Arbeitssituation, mit der wir Erfahrung sammeln müssen, um handlungsfähig zu bleiben.

Ich hab inzwischen nicht mehr mitgezählt, wie oft Projektleiterin Mirjana Peitler-Selakov Teile des Konzeptes adaptiert, Ablaufpläne umgeschrieben hat. Das bedeutet jedesmal auch, sich mit x Personen zu verständigen und diese neu zu koordinieren.

Doch unter uns: das zählt zu den Interna, ist Teil der Betriebsgeräusche und für das Publikum unerheblich. Menschen kommen, um die angebotenen Projekt-Inhalte zu erleben. Vorne die Show, das Programmangebot. Hinter den Kulissen wird gekurbelt, damit alles klappt, auch wenn es fünfmal neu formiert werden mußte.

Künstlerin Ulla Rauter

Künstlerin Ulla Rauter

Wenn mir Boss Selakov ein „Alles klar, Herr Kommissar!“ mailt, weiß ich, daß mein kleiner Beitrag erledigt ist. Hier aber eine größerer Beitrag, für dessen Gelingen sie eben gesorgt hat. Ein Informations-Video, das Ihnen auch einen Eindruck von Niki Passath und Ulla Rauter bietet, die auf künstlerischer Eben mitwirken.

Das sind Mosaiksteinchen im Ringen um Kontinuität. Diese Kontinuität, so bin ich überzeugt, ist nach innen wie nach außen von grundlegender Wirkmächtigkeit. In der Kontinuität wahren wir Zuversicht, auch wenn die Belastungen steigen. Und wir unterstützen das Publikum, über die Brüche des Kulturgeschehens im Jahreslauf hinwegzukommen. Es sollen ja beide Seiten einander nicht verlieren!

– [Das Informations-Video] –