Ein nachhaltiger Blick in die Zukunft

Kunst, die zukunftsfähig macht

Man würde meinen, dass das Trendwort „Nachhaltigkeit“ nun auch die Kunstszene erreicht hat. Jedoch beschäftigte sich die Kunst bereits mit nachhaltigen Themen, bevor es überhaupt einen Begriff dazu gab. Doch was versteht man nun unter nachhaltiger Kunst und wieso ist sie für unsere Gesellschaft von Bedeutung?

(Quelle: Unsplash/Egor Vikhrev)

(Quelle: Unsplash/Egor Vikhrev)

Der Begriff Nachhaltigkeit wird meistens mit den Schlagwörtern Zukunftsfähigkeit und Ressourcen-Nutzung in Zusammenhang gebracht. Bei nachhaltigem Handeln und Denken, setzt man sich die Prämisse, den eigenen Lebensstil aber auch gesellschaftliche Strukturen so zu gestalten, dass es der nächsten Generationen keinen Nachteil bringt.

Die Idee, nachhaltige Themen in die Kunst einzubinden, ist keine neue. Die Beliebtheit der Integration nachhaltiger Ideen in die eigenen Werke, ist jedoch gestiegen. Die Auslegung „Nachhaltiger Kunst“ ist, wie in vielen Bereichen der Kunstszene, eine breitere.

Künstler*innen können sich dabei beispielsweise mit Themen der ökologischen, sozialen oder ökonomischen Bewusstseinsbildung auseinandersetzen. Ein gutes Beispiel dafür wäre, dass seit den 1970er Jahren vor allem Künstler*innen durch ihre Kunst, Diskussionen über sozialpolitische Themen angeregt haben. Das Ziel war damals, mit den Schlagwörtern Recht auf Demokratie, Freiheit und Verantwortung, der Gesellschaft ein demokratisches Bewusstsein zu vermitteln.

(Quelle: Unsplash/Marija Zaric)

(Quelle: Unsplash/Marija Zaric)

Aber auch heute finden wir einen starken Drang zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung in der Kunst vor. Auslöser dafür sind meistens Gegebenheiten, die die Essenz eines Sozialstaats gefährden. Das Sprachrohr Kunst klopft den Verantwortlichen dabei auch mittels provokativer Werke auf die Finger. Doch sie stellt nicht nur die Politik zur Rede, sondern ermöglicht auch das Entstehen von Projekten, die der Gesellschaft dort Hilfe leistet, wo es die Politik unzureichend tut.

Eine weitere Form nachhaltiger Kunst kann auch durch die Art der genutzten Materialien definiert werden. „Eco Artists“ legen hierbei besonderen Wert auf Faktoren wie den ökologischen Fußabdruck ihres Künstlerbedarfs oder verwenden während ihres künstlerischen Schaffens primär recycelte Materialien.

In beiden Fällen haben Künstler*innen die Möglichkeit, eine Botschaft an die Gesellschaft zu senden und initiieren wichtige Diskussionen um nachhaltige Themen wie den Klimawandel oder soziale Ungerechtigkeiten. Um mit dem Motto von Joseph Beuys, einem der Hauptvertreter sozial orientierter Kunst abzuschließen: „Jeder Mensch ist ein Künstler”, sollen auch wir uns um die Bewusstseinsbildung unserer Gesellschaft einsetzten.