Abgesicherte Rückschau

So ist eben das Internet. Einerseits wird man manchen unerfreulichen Eintrag nie mehr los. Andrerseits ist Web-Evidenz flüchtig und für Dokumentationszwecke eher unsicher. Dazu kommt: wer kann zum Beispiel heute noch 5,25 Zoll-Disketten lesen? Wie sichert man Backups bei den hochgehenden Datenmengen verläßlich? Alles sehr knifflig und hybride.

Frauenmonat 2011: Künstlerin Ulla Rauter

Frauenmonat 2011: Künstlerin Ulla Rauter

Dagegen ist bedrucktes Papier geradezu ein Muster an Haltbarkeit. Egal! Das GISlab hat seine Wurzeln in einem Projekt, welches sich über mehrere Jahre entfaltet hat, als sich Kuratorin Mirjana Peitler-Selakov im Verein Kunst Ost zum Thema Frauenleben engagierte.

Wie dieser Prozeß an Tiefe gewann, fiel der Entschluß, daß sich jener Teil von Kunst Ost verselbständigen möge. Es gibt zwar nach wie vor eine Kooperationsbasis zwischen beiden Formationen, doch das GISalab ist eigenständig geworden und wird von Frauen geführt.

Nun ist die Webpräsenz einer kleinen regionalen Kulturinitiative wie Kunst Ost nicht annähernd so gründlich abgesichert, wie die große Wissensplattform Austria-Forum.

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Das GISAlab bei Graz 2020

Das Experiment hat 2009 im Medienkunstlabor (MKL) im Kunsthaus Graz begonnen, führte über den Frauenmonat von Kunst Ost bis zum GISAlab (GirlsInScienceundArt Lab). Mirjana Peitler-Selakov hat als Technikerin und Kunsthistorikerin versucht, passende Methoden und Formen zu finden, die es zuerst den Kunstschaffenden und später auch Mädchen und jungen Frauen ermöglichen, sich im Feld zwischen Wissenschaft und Technik frei zu bewegen bzw. sich in diese Bereiche einzubringen.
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Graz 2020: Geteilte (in)Kompetenzen

Haben wir eine Kultur des entspannten Umganges mit einem Mangel an Kompetenzen? Ich beginne anders: Wer kennt das nicht? Manchmal hofft man, ein Wunsch möge rasch in Erfüllung gehen oder ein Arbeitsergebnis solle sich nun endlich und mühelos einstellen. Zugleich hat man vielleicht längst die Erfahrung gemacht, daß ein Ringen um Lösungen sich äußerst erfreulich anfühlt, selbst wenn man unterwegs aus einige Sackgassen reversieren mußte.

Projektbesprechung, von links: Milica Milicevc, Milan Bosnic, Martin Krusche und Mirjana Peitler-Selakov

Projektbesprechung, von links: Milica Milicevc, Milan Bosnic, Martin Krusche und Mirjana Peitler-Selakov

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Ein Moment in Belgrad

Manchmal führen die GISAlab-Aktivitäten von Graz aus an entfernte Orte und die Arbeit daran hat einen starken Anteil an Teleworking und Telepräsenz. Das ist heute eigentlich keiner besonderen Erwähnung mehr wert, sondern Standard. Die GISAlab-Kontakte führen teilweise zu Prozessen über mehrere Jahre.

(Foto: diSTRUKTURA)

(Foto: diSTRUKTURA)

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